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Neues bei DELTA

Call for papers on "Deltas as living landscapes"

Discuss with us the relationship between the 'delta' label designating particular regions, and the everyday life and ways of knowing of these regions.

Tanya Richardson (Wilfrid Laurier University) und Franz vom DELTA-Projekt rufen zur Einreichung von Beiträgen für ein Panel auf, das Flussdeltas als lebendige Landschaften erforscht, um zum einen die Art und Weise zu untersuchen, in der ein Flussende als etwas anderes als ein Delta existieren kann und zum anderen die Implikationen einer solcher (Nicht-) Erforschung.

Der Titel des Panels ist River deltas as living landscapes: movement, management, and the critique of a commonplace

Dieses Panel ist Teil einer Konferenz zum Thema „Mo(u)vement“, die gemeinsam von der Canadian Anthropology Society (CASCA) und der International Union of Anthropological and Ethnological Sciences (IUAES) geführt wird.

Die Konferenz findet in Ottawa, CA zwischen dem 02.05.-07.05.2017 statt.

Zur Abstract-Einreichung folgen Sie bitte diesem Link.

Bitte beachten Sie, dass das Fristende für die Einreichung des Abstracts zu unserem Panel der 19.12.2016 ist.

 

Panel Abstract

Das Leben an Flüssen und Küsten ist alles andere als statisch. Die Orte, die normalerweise als „Deltas“ bezeichnet werden, sind nicht nur Orte dichter Bewegungen von Substanzen, Tieren, Menschen, Technologien und Expertise. Sie schwanken auch zwischen flüssigen, festen und anderen Materiezuständen.

Deltas haben in letzter Zeit neue Aufmerksamkeit von EthnologInnen und anderen SozialwissenschaftlerInnen erhalten. Einige erforschen Deltas aufgrund ihrer Vulnerabilität infolge des Klimawandels; andere erforschen das schöpferische Potential ihrer Alterität, um moderne Land/Wasser- und Natur/Kultur-Gegensätze aufzuheben und wegen der häufig zerstörerischen Managementverfahren, die sie auslösen.

Dennoch bleibt die Tendenz, davon auszugehen, dass das Gebiet am Ende eines Flusses, gekennzeichnet durch Sedimentablagerungen und mehrfachen Wasserarmen, im Wesentlichen ein Delta ist, auch in Ansätzen, die verschiedene Delta-Ontologien verfolgen. Die Annahme, dass ein Flussende notwendigerweise ein Delta sein muss, naturalisiert eine historisch spezifische hydrologische Verordnung, die in den Niederlanden auftauchte und die sich mit niederländischem Fachwissen über koloniale und Entwicklungszusammenstöße verbreitete.

Dieses Panel wird Flussdeltas als lebendige Landschaften erforschen, um zum einen die Art und Weise zu untersuchen, in der ein Flussende als etwas anderes als ein Delta existieren kann und zum anderen die Implikationen einer solcher (Nicht-)Erforschung. Aus welchen Praktiken, Prozessen, Infrastrukturen und Geschichten setzen sich Flussenden als lebendige Landschaften, die über die hydrologischen Verordnungen hinausgehen zusammen? Inwiefern haben sich Bewohner fachkundige hydrologische Kenntnisse angeeignet oder sich von diesen abgegrenzt? Wie könnte die Existenz von Flussenden als etwas anderes als ein Delta neue Gespräche über soziale und ökologische Gerechtigkeit, Bewegung, Fluktuation und alternative Zukünfte für diese mehr-als-menschlichen Landschaften eröffnen?